Steuerliche Außendienst-Prüfung

Außenprüfung

Die Außenprüfung ist eine von der Finanzverwaltung  im Außendienst Prüfung  steuerlich relevanter Sachverhalte, die Prüfung der Zuordnung der Belege, die Prüfung ordnungsgemäßer Buchführung sowie ordnungsgemäßer Abrechnungen. Eine Außenprüfung kann sich auf verschiedene Tätigkeitsfelder beschränken. Sie findet in der Regel im Betrieb des Steuerpflichtigen statt, ggf. aber auch in den Räumen des Steuerberaters, welcher die Buchhaltung erstellt.

Die in der Praxis wichtigsten Außenprüfungen werden hier kurz vorgestellt wie folgt:

– Die in der Praxis bedeutendste Außenprüfung ist die Betriebsprüfung, bei der die gesamte Finanzbuchführung geprüft wird,   auch umsatzsteuerliche- sowie lohnsteuerliche Sachverhalte  werden geprüft. Es werden also die gesamten steuerlichen Gegebenheiten von gewerblichen und land- und forstwirtschaftlichen Betrieben  sowie von Freiberuflern überprüft.

– Eine Beschränkung der Außenprüfung auf Umsatzsteuer wird Umsatzsteuersonderprüfung genannt. Die Prüfung beschränkt sich auf umsatzsteuerrechtlich relevante Sachverhalte. Sie kann ohne besonderen Grund erfolgen, kann aber auch aufgrund einer Kontrollmitteilung erfolgt sein, d.h. ein anderer Unternehmer, der geprüft wurde, hat Rechnungen des hier gesondert Geprüften  erhalten . Die Finanzverwaltung vergleicht das mit den Umsatzsteuervoranmeldungen des Zeitraumes und will nun sehen, ob diese Rechnungen in der Buchhaltung des gesondert Geprüften enthalten sind. Da diese Prüfung anders als bei der USt- Nachschau mit einer vorherigen Prüfungsanordnung ergeht, sollte dies bereits im Vorfeld mit einem Steuerberater, ggf. mit einem Steueranwalt  besprochen werden.

– Eine weitere Untergruppe der Außenprüfung bildet die sog. Lohnsteueraußenprüfung, bei der die Abführung und Einbehaltung der Lohnsteuer durch den Arbeitgeber geprüft wird. Gefahrenquellen ist hier die Beschäftigung von Arbeitnehmers  aus der EU, für welche jährlich die Anlage EU/EWR eingereicht werden muss.  Ist dies nicht passiert, kann es zu erheblichen Steuerforderungen an den Arbeitgeber kommen, wenn die üblichen Lohnsteuerklassen also 1 oder 3 versteuert wurden. Weiterhin werden die allgemeinverbindlichen Tarifbestimmungen überprüft sowie  die Einhaltung des Mindestlohnes.

– Zu nennen wäre noch die Außenprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung , die in der Regel alle 4 Jahre erfolgt. Es ist die sog. Sozialversicherungsrechtliche Prüfung.  Besondere Gefahrenpunkte sind dort die sog. Scheinselbständigen, also Unternehmer die als Angestellte eingestuft werden sollen mit der vollen Sozialversicherungspflicht, Achtung auch bei GmbH- Geschäftsführern. Dem kann entgegengewirkt werden, in dem sog. Statusfeststellungsverfahren durchgeführt werden, bei denen klargestellt wird ob es sich im Einzelfall um Arbeitnehmer  oder selbständige Unternehmer handelt. Aber auch Selbstständige können der Sozialversicherungspflicht unterliegen, anders wiederum können auch angestellte GmbH- Geschäftsführer von der Sozialversicherungspflicht befreit sein.

Auch hier sollte ein Fachmann/Fachfrau herangezogen werden und eine Beratung möglichst im Vorfeld erfolgen.